Eine der beiden Lokalzeitungen für unseren Wahlkreis 198 Ahrweiler, das „Fenster“ aus dem Hause Wittich Medien, stellt den Direktkandidaten jede Woche eine Frage.

Diese Woche: „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“

Die Frage: Wie wollen Sie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen?

Die Erläuterung: Familie, Beruf, Freunde – man muss nur diszipliniert und organisiert genug sein, dann ist doch heute alles möglich, dann ist alles zu vereinbaren. Das sagen nicht wenige. Aber stimmt das? Mittlerweile sagen Experten, dass auch Arbeit für die Familie eine ernstzunehmende, aufwändige und gesellschaftlich existentielle Arbeit ist. Man sollte also in der Folge aufhören diejenigen zu bestrafen, die sich dafür entscheiden. Die Gesellschaft sollte fit gemacht werden für Lebensläufe, in denen Phasen der Erwerbsarbeit immer wieder mit Phasen der Arbeit in der Familie abwechseln können, von der Gesellschaft getragen und den Unternehmen gefördert. Denn nur so können wir dem Fachkräftemangel begegnen und gleichzeitig Menschen Mut zur Familie machen.

Schon die Frage erhebt das „Vereinen von Familie und Beruf“ zur Norm – Mütter, die ganz für ihre Kinder und die Familie da sein wollen, kommen gar nicht vor.

Lesen Sie hier meine Antwort:

Kathrin Koch: Unsere Gesellschaft wird nur weiter bestehen, wenn wir für Nachkommen sorgen. Umdenken ist angesagt: Mutter-Sein, Kinder erziehen, ist wertvoller als arbeiten zu gehen. Schlimm, dass die Wirtschaft von „vergeudetem Potential“ redet, wenn Frauen „nur“ Mutter sind.

Wenn die Kinder noch klein sind, macht Familie plus Beruf hohen Stress bei allen Beteiligten. Ich möchte, dass Frauen auch andere Wahlmöglichkeiten haben. Wenn eine Frau Mutter werden will, soll sie sorgenfrei in den ersten drei Jahren für ihr Kind da sein können. Danach möchte ich eine Arbeitsplatzgarantie: gleiche Position, gleiches Gehalt. Es muss sich lohnen, Kinder zu bekommen!

Ich stehe für eine freie, moderne Weiblichkeit. Frauen sollen ihr Leben selbst gestalten, als Mutter, im Beruf, wie sie wollen. Familien müssen von einem Gehalt leben können. Familienarbeit muss genauso finanziell unterstützt werden wie Tagesmütter und Kitas, die passend zu den Bedürfnissen der Mütter bereitstehen müssen.